Wie alles begann...
Der ganze Wahnsinn begann in den Tiefen der Eifel, wo ein Geschwisterpaar tierisch Langeweile hatte und durch die damals noch vorhandene „Westside“ Crew der guten Gitarrenmusik näherte.
Ich würde fast sagen, die erste Party war ca. 1993. Es begann mit Silvesterpartys auf denen der Eintritt damals schlappe10DM gekostet hat und sich jeder im Umkreis von 25 KM völlig aus dem Leben geschossen hat. Was sollte man auch anderes machen in der Eifel?!
Später als das mit der Musik intensiver wurde, kamen die ersten HC- Partys an den Start, da gab es einige berüchtigte in den Grillhütten Heimbachs (u.a. mit Bands wie Engrave, Surface (sollte spielen und haben dann 4 Stunden vorher abgesagt (!), Pencilcase...) „Support your local scene“ wurde da noch sehr groß geschrieben und wir können mit Stolz verlauten, dass Pencilcase damals die erste Show in einem kleinen Kellerraum in der einzigen Schule in Heimbach gespielt hat. Das war echt Spaß pur und neben den ganzen „Homies“ sind damals schon Leute aus Köln angereist um unseren kleinen Partys beizutreten.... Leider gab es in dieser Schule nur eine Party, denn danach haben wir den Raum nicht mehr bekommen, da es Ruhestörung gab, zu viele Bierflaschen in den feinen Vorgärten, etc.
Wir waren halt Rock`n`Roll!!!
Dann gab es eine längere Pause, unsere Wege trennten sich (Studium in Koblenz/ Arbeitsvertrag in Brühl), bis wir beide wieder in Köln gewohnt haben. Ab 1998 sollte es dann weitergehen (kann man von Reunion sprechen ?!). Die ersten Pläne wurden geschmiedet und Locations gesucht. Wie der Zufall es so will , haben wir Kontakt zu einem Club am Rande der Altstadt aufgenommen. CROKO CLUB. Geil, bulgarischer Vermieter, Platz für 100 Leute und weit und breit keine Wohnviertel. Das sollte es sein. Gesagt getan: 31.10.1998 wurde die erste offizielle „Time to rock- time to shock!“ angekündigt.
Den Namen haben wir allerdings keinem anderen als dem liebeswürdigen und völlig verrückten Christian , besser bekannt als Frontman der Band „Tumult“ und unter dem Namen „Sabbel“ zu verdanken! Wir lieben dich!?
Dort fanden dann in ca. 3- monatigen Abständen Partys statt zu der mehr und mehr Leute kamen. Nachdem uns der Vermieter abgezogen hat, die Gema uns auf die Schliche gekommen ist und der Club aus allen Nähten platze haben wir die nächsten Partys in der Orangerie im Volksgarten gefeiert. Der Keller war dreckig, völlig abgeranzt und bot das perfekte Szenario für weitere Partys.
Da haben wir dann Partys mit fast 300 Leuten gefeiert, 10 ¤ frei trinken und gutes altes Schädelbier mit dem Namen „Felskrone“.unters Volk gebracht. Leider wurde das Publikum zu jung und immer mehr Leute, sorgten auf der letzten Party in der Orangerie auch für die letzte Party in dieser Location. Neben Ruhestörung, Urinieren an Hauswände bei Minusgraden ( die am nächsten Morgen lustige Bilder ergaben, gefroren versteht sich) und Stress mit der Stadt, wurde uns auch diese Location verwehrt.
R.I.P. Orangerie!
Ja natürlich haben wir weiter gemacht und die nächste Location in der Boisereestrasse war gefunden. Lustig dabei war, dass der Vermieter ein Vollalki war, der seinen Keller vermietet hat, der sich in einem Haus befindet wo noch 4 andere Wohnungen drin waren. Schwarz versteht sich, schließlich hat man nicht mehr viel von der Rente. Deklariert als Geburtstagsparty ( is ja klar...) war die Hütte dann um 00:00h so voll, dass wir befürchten mussten, dass die obere Etage jeden Moment einstürzt. Zugelassen waren ca. 280 Leute und da waren mit Sicherheit 400 Leute. Das hatte zur Folge, dass wir am nächsten Morgen einen tierischen Anschiss bekommen haben und sich die Nachbarn über Kotze in Ihren Hauseingängen beschwert haben.
R.I.P. Boisereestrasse!
So dann wurde es auch bald knapp mit den Locations und wir haben die nächste im Friedenspark veranstaltet. Coole Party, viel Platz, ein sympathischer Hausmeister und mal kein Ärger! Nur das Aufräumen nach diesen Partys ist uns von Mal zu Mal zu viel geworden, dass wir nach einer Alternative gesucht haben. Eines Abends im Gebäude 9, habe ich Jan kennen gelernt und wir haben uns über die Problematik unterhalten und daraufhin eine „Probeparty“ vereinbart. Denn auch das Gebäude 9 hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren. Die erste Party war so erfolgreich und vor allen Dingen hat die Zusammenarbeit von vorne herein so gut geklappt, dass schnell weitere Termine vereinbart wurden!
Bis heute sind die Partys im Gebäude 9 ein fester Bestandteil des Programms und werden vorzugsweise vor Feiertagen und immer an unserem Geburtstag: 31.10./Halloween gefeiert! Auf diesem ganzen Weg haben uns die DJ`s: Olli, Jochen und Carsten immer treu bei Seite gestanden! Danke für all den Support in guten und schlechten Zeiten ( ihr wisst was ich meine). Keep on rocking.
Mein besonderer Dank gilt auch meinen ganzen Mädels und Jungs ( Thomas, Huben, Dirk, Anais, Ela, Alex, Miriam, Mara, Jana, Maik, Daniel, Anke, Anna, Nadine...) die uns immer bei Theke, Einlass oder der Kasse supportet haben!
Zum Schluß ist zu sagen, dass wir hoffen, dass es noch viele weitere Partys geben wird und wir an dieser Stelle ist natürlich auch Danke für jeden Gast zu sagen, der unsere Partys auch weiterhin besucht und unterstützt!